Banat

Das Wort Banat bedeutet einen Ban von einem regierten Landstrich, wird aber fast ausschliesslich für das Temesvarer Banat verwendet und bezeichnet da eine historische Landschaft, an der heute Rumänien, Jugoslawien und Ungarn teilhaben. Das Gebiet des Banats, einst Teil der römischen Provinz Dacien, kam 1028 unter die ungarische Krone des Königs Stephan, wurde im 15. und 16. Jahrhundert wiederholt von den Türken besetzt, geräumt und wieder besetzt und kam 1718 an das habsburgische Reich. Nach seiner Einverleibung ins Reich wurde das Banat unter unmittelbare Militärverwaltung gesetzt, also direkt von Wien aus betreut. Wien betrieb die systematische Kolonisation mit Übersiedlern aus anderen Teilen des Reiches, unter anderem aus Vorderösterreich. Im heute jugoslawischen Teil das Banat verschwanden die deutschsprachigen Siedlungen in der Zeit des Zweiten Weltkrieges, im rumänischen Teil sollen derzeit rund 20 000 " Deutsche" leben.

Rumänien galt offenbar damals als Entwicklungsland, war dünn besiedelt, grosse Flächen waren unbebaut.

Einer Erwähnung wert ist freilich auch die Tatsache, dass es nämlich schon vor dem eine deutschsprachige Minderheit in Rumänien gegeben hat - nämlich eine vorwiegend alemannische. Familien aus dem Fricktal, der Herrschaft Rheinfelden und aus dem Hotzenwald wurden gewissermassen "transferiert", aus Gebieten somit, die noch bis zum Frieden von Lunéville von 1801 habsburgerisch waren - genau wie grosse Teile des heutigen Rumäniens wurden auch das Fricktal mit Rheinfelden oder der Schwarzwald von Wien aus verwaltet.

Die Uhrich-Sippe in der Bukowina (1819-1940) und ihre Ursprünge in der Kurpfalz und der Grafschaft Erbach im Odenwald.

Als in den Siebziger Jahren des 18. Jahrhunderts, nach Gewinnung Galiziens durch Österreich, Kaiser Joseph II. auf Grund der in diesem Gebiet herrschenden zivilisatorischen und sozialen Verhältnisse den Entschluss fasste, nach dem Beispiel seiner kaiserlichen Mutter Maria Theresia , die schon Jahrzehnte zuvor die ungarische Batschka und das Banat mit Deutschen besiedelt hatte, Galizien in vergleichbarer Weise zu kolonisieren, schickte er Agenten zur Anwerbung Auswandererwilliger in geeignet erscheinende Landesteile im Westen des Reiches. Unter den tausend Auswanderern, die dem kaiserlichen Ruf folgten, befand sich auch der Stammvater aller Bukowiner Uhrichs, Johann Philipp.

Unter Heraldik befindet sich das Wappen der Bukuwiner. Deportation in die Sowjetunion Dezember 1944 – November 1949. Als Stalins Reparations-sklaven wurden 239 Personen aus Filipowa in die Sowjetunion deportiert. Aus Berichten von Anna Urich und Anna Wildmann ist zu entnehmen, dass sie unter scheusslichen Bedingungen Schwerstarbeit zu leisten hatten. Durch Hunger, Seuchen und Entkräftung kamen viele zu Tode.