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Woher kommen wir, wer sind wir?

Mit dieser Frage beschäftigte ich mich seit längerer Zeit. Das Pfarrbuch in meiner Heimatgemeinde gab mir Auskunft, dass meine Vorfahren seit mehr als 300 Jahren in Möhlin, Kanton Aargau CH lebten. Meine Nachforschungen beruhen auf der gründlichen Prüfung des Pfarrbuches in der Gemeinde. Ich zeichnete alle Geburten, Eheschliesungen und Todesfälle auf. Mit diesen Daten konnte ich für meine Person einen lückenlosen Stammbaum bis zum Urvater Fridli Urich und seiner Frau Wibranda Würthlin herstellen.

Eintrag ihres ersten Sohnes Adam im Pfarrbuch von Möhlin.

Das Pfarrbuch beginnt 1699 und es ist interessant festzustellen, dass ausser meiner eigenen Stammfamilie zwei weitere Familienstämme zum gleichen Zeitpunkt ihre Ehe schliessen. Der zweite Stamm wurde von einem andern Forscher verfolgt. Ein dritter zeigt Unterbrechungen und ist noch nicht ausgearbeitet. Mein bisher zweitältester Vorfahre kam 1730 zur Welt. Ich ging von der Annahme aus, dass im Eheregister ein Jahr vorher vielleicht die Eltern zu finden sind. Tatsächlich stiess ich auf nachfolgende Ehebuch-Eintragung: Adam Urich und seine Braut Maria Urbin, (Urben) aus Zeiningen. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich um eine Doppelheirat handelt, ist doch der nächste Eintrag: Joseph Soder und die Braut Agathe Urbin ebenfalls aus Zeiningen und der Eintrag zum gleichen Zeitpunkt.

Nach dem Verfasser des Möhlin - Buch Karl Schib sind die Urich bis Mitte 15. Jahrhundert nachweisbar. Der 30-jährige Krieg hat wohl viele Dokumente vernichtet.

Im Staatsarchiv Rheinfelden fand ich noch ein Dokument von 1664 einer Gerichtsverhandlung von Hans Urich, Vogt zu Möhlin, der im Namen von Erzherzog Sigmund Franz zu Österreich zu Gericht sitzt. Interessant ist noch die genaue Ortslage des Beklagten, dass sein Grundstück anstösst, einerseits auf Heiri Fröli und anderseits auf Adam Urich.

Eine andere Eintragung weist auf einen Gönner Georgi Urich als benefactor insigni, welcher der Kirche Geld vermacht hat. Im Pfarrbuch erscheint er noch auf der Verstorben-Liste als 70 -Jähriger anno 1747.

Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass die ältesten Urich inklusive aller Schreibvarianten vom deutschen Odenwald bis 1400 ausgehen. Ob Vorfahren in die Schweiz eingewandert seien bleibt Spekulation.

In den deutschen Ortschaften Wehr und Öflingen nahe der Schweizergrenze leben viele Urichs nachweisbar seit Generation.

Zu erwähnen sind all die Heimkehrer, die 1945 als Vertriebene der Nachkommen der Siedler aus dem Banat, der Batschka und Bukowina kamen. In meinen Forschungen habe ich festgestellt, dass der Name Urich in Amerika, Deutschland und Österreich (Vöcklabruck) häufig vorkommt. wurde aber auch in Warschau (Polen) gesichtet.